Mit unserem ersten von zwei Vorbereitungstreffen für das Yoga Summer Camp, haben wir alle Teamer/innen* und Workshopleiter/innen* eingeladen um gemeinsam  viele Momente mit freude, emotionen und visonären Ideen zu verbringen.

Das grosse Highlight war der Bau und die Durchführung der Schwitzhütte, das zu einem grossen und wundervollen Gruppenprozess wurde.

,,Die Schwitzhütte ist ein heiliger Ort voller Kraft und Wunder. Sie hat weltweit tiefe Wurzeln auch in Europa. Sie dient zur Reinigung von deinem Körper, deiner Seele, deinem Verstand und deinem Herzen. Sie befreit von altem Schmutz und Ballast und stellt eine Wiedergeburt dar, bei der du neue Kraft und Energie tanken kannst. Es ist ein tiefgehendes, unvergessliches Erlebnis und offen für jeden. Das Feuer und die feurigen Steine symbolisieren das Männliche, die Sonne. Die Erde steht für das weibliche Prinzip und die Kuppel der Schwitzhütte für die Gebärmutter.,,-Anu

Michael Kreiker als WIR-beauftragter im Orga-Team und erfahrener Schwitzhüttenleiter, hat nicht nur den Prozess begleitet, sondern uns durch in durch geführt.

Das Ritual:

,,Der Feuerhüter reinigt jeden von uns mit Räucherwerk. Micha, unser Schwitzhüttenschamane, geht zuerst in die Schwitzhütte und wir folgen nacheinander in die Hütte. Vorher danken wir der Mutter Erde und verneigen unsere Stirn zum Boden. Es geht links hinein und jeder krabbelt im Uhrzeigersinn wieder Richtung Ausgang, bis alle ihren Platz eingenommen haben.

Der Feuerhüter bringt uns für die erste Runde nacheinander die ersten sieben glühenden Steine, sie leuchten in orange-rotem Licht. Micha streut zur Begrüßung Kräuter auf jeden Stein und die Kräuter verglühen funkelnd. Jeder Stein bekommt vom Feuerhüter einen Namen wie „Universum“, „Sonne“, „Schatten“. Manche erkennen ihren eigenen Stein, den sie auf die Feuerstelle gelegt hatten, wieder. Wir heißen jeden leuchtenden Stein mit einem Lied willkommen. Micha gießt Wasser auf die heißen Steine. Dadurch entsteht eine hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme. Es ist der Geruch von Erde, heißem Stein und Kräuter der uns warm umhüllt. Durch die Dunkelheit in der Schwitzhütte kann sich jeder fallen lassen und hingeben.

Insgesamt gibt es 4 Runden, die erste ist der Mutter und dem Mütterlichem gewidmet, die zweite Runde dem Vater und dem Väterlichen, die Dritte der Großmutter und die vierte dem großväterlichen Prinzip. Wer noch mag, kann eine fünfte Runde, die Herzensrunde, mitmachen. Nach jeder Runde werden die Decken des Eingangs nach oben geklappt, so dass frische Luft zu uns kommen kann und der Feuerhüter neue Steine in die Hütte schieben kann. In den Runden kann gesungen, Musikinstrument gespielt oder etwas gesagt werden, das leitet Micha an.

Nach der Schwitzhütte kann die Welt ein bisschen anders aussehen. Der Körper kann sich erleichtert fühlen und das Bewusstsein ein bisschen über sich hinaus gewachsen sein. Micha übergießt uns mit kühlem Wasser und wir trinken genüsslich. Danach sitzen und stehen wir am Feuer und genießen die frische kühle Abendluft. Wir tauschen uns aus oder genießen einfach still das Feuer. Wer mag, kann noch Suppe essen und sich durch das Essen wieder erden.,,-Anu